Vučić wirbt für Gruppenaufnahme des Westbalkans in die EU
Serbiens Präsident Vučić fordert die EU auf, die Staaten des westlichen Balkans gemeinsam als Gruppe aufzunehmen. Am selben Tag war er als erster serbischer Präsident Gast der Bastille-Day-Parade in Paris. Belgrad wertet die Einladung als geostrategische Anerkennung.
Die Financial Times berichtet, Vučić dränge die EU, die westlichen Balkanstaaten als Block aufzunehmen statt einzeln; im selben Newsletter warnt Spaniens Agrarminister, die EU tue zu wenig zum Schutz ihrer Bauern. Die serbische B92 (unabhängig) hebt hervor, dass Vučić als erster serbischer Staatschef an der Pariser Militärparade teilnahm, was Belgrad als geostrategische Anerkennung feiert. Die Quellenlage ist dünn und einseitig serbisch bzw. serbisch-freundlich; kritische Stimmen aus der EU oder von Nachbarstaaten zur Kosovo- und Rechtsstaatsfrage fehlen weitgehend, sodass der EU-Beitritt hier vor allem aus Belgrader Perspektive erscheint.
- Wahrscheinlich60%
Die EU prüft den Vorschlag wohlwollend im Grundsatz, macht Fortschritte aber weiter von individuellen Reform- und Rechtsstaatskriterien abhängig.
- Schlimmstenfalls15%
Ungelöste Konflikte, besonders um Kosovo, blockieren jede Gruppenlösung und lassen den Erweiterungsprozess erneut stocken.
- Bestenfalls25%
Der Vorstoß gibt der EU-Erweiterung neuen Schwung und mündet in einen konkreten Fahrplan für die Region.
