SymbolbildWirtschaft
Ölpreis springt nach Hormus-Eskalation, Aktien fallen, Zinsspekulation zieht an
Der Ölpreis machte den stärksten Sprung seit April, nachdem Trump eine 20-Prozent-Abgabe für Fracht durch die Straße von Hormus forderte. Aktien und Anleihen gaben nach, Händler preisten eine mögliche Fed-Zinserhöhung ein.
Bloomberg · Bloomberg · Reuters · Die Welt
Prognose · Einschätzung
●Wahrscheinlich55%
Öl bleibt bei anhaltender Hormus-Unsicherheit erhöht und volatil, die Fed hält sich eine Zinserhöhung ausdrücklich offen, ohne sofort zu handeln. ✓
▲Schlimmstenfalls20%
Eine echte Blockade lässt den Ölpreis dauerhaft nach oben schießen, die Fed hebt die Zinsen an und die Kombination aus Energiepreisschock und Straffung drückt die Wirtschaft in Richtung Rezession.
▼Bestenfalls25%
Die Lage an Hormus beruhigt sich rasch, der Ölpreis fällt zurück und die Zinserhöhungsfantasie verschwindet aus den Kursen.
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SymbolbildGeopolitik
Koalition der Willigen berät in Paris, Selenskyj baut Führung um
Die Koalition der Willigen kam in Paris zusammen und beriet über gemeinsame Militärmanöver und eine Abwehr russischer Raketen. Zugleich kündigte Selenskyj einen Umbau der ukrainischen Führung samt Ablösung der Regierungschefin an.
FAZ · New York Times · Reuters · Daily Sabah
Prognose · Einschätzung
●Wahrscheinlich60%
Die Koalition beschließt weitere Unterstützungszusagen und Abwehrprojekte, konkrete gemeinsame Truppeneinsätze bleiben aber vage und der Krieg zieht sich hin.
▲Schlimmstenfalls15%
Russland wertet die westlichen Manöverpläne als Eskalation und antwortet mit massiven Schlägen, während der ukrainische Führungsumbau in eine innenpolitische Krise umschlägt.
▼Bestenfalls25%
Die gebündelte europäische Raketenabwehr wirkt spürbar, Kiews militärische Lage stabilisiert sich und der Umbau bringt eine handlungsfähigere Regierung.
Europas VerteidigungNATOukraine krieg
SymbolbildGeopolitik
US-Senator Lindsey Graham mit 71 Jahren gestorben
Der einflussreiche republikanische Senator und langjährige außenpolitische Falke Lindsey Graham ist mit 71 Jahren gestorben. Er galt als vehementer Unterstützer Israels und der US-Angriffe auf den Iran.
New York Times · The Economist · taz · Daily Sabah
Prognose · Einschätzung
●Wahrscheinlich65%
Grahams Senatssitz wird vom Gouverneur von South Carolina übergangsweise nachbesetzt, seine harte Iran-Linie verliert im Senat an Fürsprache, ohne dass sich der Kurs sofort ändert.
▲Schlimmstenfalls15%
Der Verlust seiner Stimme und ein Streit um die Nachfolge lähmen die Iran-Politik im Kongress in einem Moment, in dem klare Entscheidungen gebraucht würden.
▼Bestenfalls20%
Sein Tod löst eine überparteiliche Neubesinnung aus, die zu einer zurückhaltenderen und breiter getragenen US-Nahostpolitik führt.
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SymbolbildGeopolitik
Katars früherer Emir Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani mit 74 gestorben
Katars Ex-Emir Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani, der das Land von 1995 bis 2013 regierte und zur globalen Macht formte, ist mit 74 Jahren gestorben. Präsident Erdogan sprach sein Beileid aus.
Associated Press · Daily Sabah · Daily Sabah
Prognose · Einschätzung
●Wahrscheinlich70%
Katar würdigt Hamad mit Staatstrauer, an der außenpolitischen Linie unter dem amtierenden Emir ändert sich nichts Grundlegendes.
▲Schlimmstenfalls10%
Der Tod verschärft latente Rivalitäten in der Herrscherfamilie oder mit Nachbarstaaten und schwächt Katars Vermittlerrolle in einer angespannten Golf-Lage.
▼Bestenfalls20%
Das Gedenken an Hamads Vermittlungspolitik stärkt Katars Rolle als Brückenbauer gerade in der aktuellen Iran-Krise.
Tod von Katars Alt-Emir