Israels Parlament erleichtert Ultraorthodoxen die Wehrdienstverweigerung
Die Knesset hat ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das es ultraorthodoxen Juden erleichtert, den Militärdienst zu verweigern. Kritiker sehen darin einen Affront gegen die kämpfende Truppe. Die Debatte spaltet die israelische Gesellschaft mitten im Krieg.
Der Deutschlandfunk berichtet, das israelische Parlament habe ein Gesetz beschlossen, das Haredim den Wehrdienst erleichtert. Die linksliberale Haaretz kommentiert scharf: Das "Torastudium-Gesetz spuckt den Soldaten ins Gesicht", und wirft den Ultraorthodoxen vor, säkulare Tel Aviver für die Flagge sterben zu lassen, während sie selbst in der Jeschiwa blieben. Die Quellenlage ist hier bewusst israelisch-innenpolitisch und deutlich kritisch gegenüber dem Gesetz; eine ausführliche Verteidigung aus dem religiösen Lager fehlt, sodass das Bild einseitig zulasten der Haredim ausfällt. Der Streit trifft Israel in einer Phase, in der die Wehrpflicht durch den anhaltenden Kriegszustand ohnehin belastet ist.
- Wahrscheinlich55%
Das Gesetz tritt in Kraft und vertieft die gesellschaftliche Spaltung, ohne die Regierungskoalition unmittelbar zu sprengen.
- Schlimmstenfalls20%
Der Konflikt eskaliert zu Massenprotesten und einer Regierungskrise mitten im Krieg.
- Bestenfalls25%
Gerichte oder politischer Druck erzwingen einen Kompromiss, der die Wehrlast gerechter verteilt.
