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Iran beginnt Khamenei-Trauerfeier und droht mit Hormus-GebührenUkraine drückt Russlands Raffineriekapazität auf gut 42 ProzentEU-US-Zolldeal mit 15-Prozent-Deckel tritt in KraftÖlpreis fällt unter 70 Dollar, Kriegsprämie schwindetUSA lockern KI-Chip-Exporte für die VAEIran beginnt Khamenei-Trauerfeier und droht mit Hormus-GebührenUkraine drückt Russlands Raffineriekapazität auf gut 42 ProzentEU-US-Zolldeal mit 15-Prozent-Deckel tritt in KraftÖlpreis fällt unter 70 Dollar, Kriegsprämie schwindetUSA lockern KI-Chip-Exporte für die VAE

Ausgabe Nr. 4 · Samstag, 4. Juli 2026

Am 4. Juli 2026 bestimmt der Nahe Osten die Lage: In Teheran beginnen die tagelangen Trauerfeiern für den getöteten Ayatollah Khamenei, während Iran mit Gebühren auf die Strasse von Hormus droht und die Weltwirtschaft zwischen neuem EU-US-Zolldeal und sinkenden Ölpreisen neu sortiert wird.

Symbolbild
Top-ThemaGeopolitik

Iran beginnt Khamenei-Trauerfeier und droht mit Hormus-Gebühren

In Teheran starten die auf mehrere Tage angelegten Trauerfeiern für den am 28. Februar getöteten Ayatollah Khamenei, zu denen Iran Millionen Teilnehmer erwartet. Zugleich kündigt Teheran an, künftig Gebühren für die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus zu erheben, was die USA zurückweisen. Die ausgesetzten Verhandlungen sollen am 11. Juli wieder aufgenommen werden.

CNNThe Times of IsraelCBS News

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Die Verhandlungen werden nach der Trauerwoche am 11. Juli wieder aufgenommen, ohne dass Iran und USA sich schnell auf die Hormus-Gebühren und die Sanktionen einigen.

  • Wahrscheinlich20%

    Iran macht die Hormus-Gebühren einseitig geltend, es kommt zu Zwischenfällen mit westlichen Marinen und der brüchige Waffenstillstand bricht zusammen.

  • Wahrscheinlich25%

    Der grosse Trauerandrang stärkt die Führung, Teheran zeigt sich am Verhandlungstisch kompromissbereit und ein dauerhaftes Abkommen zur Öffnung von Hormus rückt näher.

Iran und Energiepreisehormus iran krise

Die wichtigsten Ereignisse

Symbolbild
Geopolitik

Ukraine drückt Russlands Raffineriekapazität auf gut 42 Prozent

Am 4. Juli meldete der ukrainische Generalstab, dass die russische Ölraffinerie-Industrie durch anhaltende Angriffe auf rund 42,5 Prozent ihrer Auslegungskapazität gedrückt worden sei. Weder russische noch ukrainische Bodentruppen kamen an diesem Tag voran. Russland verbreitete laut ISW übertriebene Erfolgsmeldungen.

Critical Threats (ISW)Kyiv PostAl Jazeera

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich60%

    Die Front bleibt weitgehend festgefahren, während Ukraine seine Schläge gegen russische Energie-Infrastruktur fortsetzt und Russlands Raffineriekapazität niedrig hält.

  • Wahrscheinlich20%

    Russland startet eine neue Grossoffensive und antwortet mit massiven Angriffen auf die ukrainische Energieversorgung, was die Verluste stark erhöht.

  • Wahrscheinlich20%

    Der Druck auf Russlands Kriegswirtschaft und wachsende Unruhe in Moskau öffnen ein Fenster für ernsthafte Verhandlungen über eine Feuerpause.

ukraine krieg

Symbolbild
Wirtschaft

EU-US-Zolldeal mit 15-Prozent-Deckel tritt in Kraft

Kurz vor der Frist zum 4. Juli hat die EU ihr Handelsabkommen mit den USA final gebilligt. Seit dem 1. Juli gilt für die meisten EU-Waren ein allumfassender US-Zoll von 15 Prozent, im Gegenzug entfallen EU-Zölle auf US-Industriegüter. Autos sinken von 27,5 auf 15 Prozent, während Stahl bei 50 Prozent bleibt.

Europaeische KommissionSullivan & CromwellThe Daily Pioneer

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Der Deal sorgt zunächst für Planungssicherheit, doch Detailfragen und Ausnahmen wie beim Stahl bleiben Streitpunkte in der Umsetzung.

  • Wahrscheinlich20%

    Die USA nutzen auslaufende Rechtsgrundlagen für neue Zollrunden, wodurch der 15-Prozent-Deckel unterlaufen und der Handelsfrieden wieder brüchig wird.

  • Wahrscheinlich25%

    Das Abkommen stabilisiert die transatlantischen Handelsströme dauerhaft und wird zur Blaupause für weitere Deals mit anderen Handelspartnern.

USA-Handelskonflikt

Symbolbild
Wirtschaft

Ölpreis fällt unter 70 Dollar, Kriegsprämie schwindet

Zum Monatsbeginn Juli fiel der Brent-Spotpreis unter 70 Dollar je Barrel und damit auf das Niveau von vor dem Iran-Konflikt. Die Erholung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus liess die Kriegsprämie schmelzen. Im Juni hatte Brent noch bei durchschnittlich 85 Dollar gelegen.

The NationalU.S. EIA

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich45%

    Die Preise bleiben zunächst gedrückt, solange die Hormus-Schifffahrt läuft, reagieren aber nervös auf jede neue Meldung aus den Iran-Verhandlungen.

  • Wahrscheinlich35%

    Ein Bruch des Waffenstillstands oder ein Hormus-Zwischenfall treibt die Kriegsprämie zurück und die Ölpreise springen wieder deutlich nach oben.

  • Wahrscheinlich20%

    Ein dauerhaftes Abkommen sichert die offene Meerenge, die Preise stabilisieren sich niedrig und entlasten Verbraucher und Inflation.

hormus iran kriseoelmarkt

Symbolbild
Technologie

USA lockern KI-Chip-Exporte für die VAE

Die US-Regierung erklärte in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung, dass die Vereinigten Arabischen Emirate künftig leichter fortschrittliche Technologien einschliesslich KI-Halbleiter kaufen dürfen. Das Handelsministerium verwies auf Massnahmen der VAE zum Schutz sensibler US-Technologie. Zugleich zeigen Daten, dass Chinas Chip-Exporte im ersten Halbjahr fast auf das Doppelte stiegen.

BloombergSouth China Morning Post

Prognose · Einschätzung
  • Wahrscheinlich55%

    Die USA lockern gezielt für verbündete Golfstaaten, halten die harten Beschränkungen gegen China aber aufrecht und nutzen Chip-Zugang weiter als Hebel.

  • Wahrscheinlich20%

    Über Umwege gelangen fortschrittliche Chips doch nach China, was die Exportkontrollen unterläuft und in Washington zu einer neuen Verschärfungsrunde führt.

  • Wahrscheinlich25%

    Klare Schutzauflagen für die VAE werden zum Modell, das legitimen KI-Handel ermöglicht und Missbrauch wirksam eindämmt.

chip exportkontrolleki boom