SymbolbildGeopolitik
Ukraine drückt Russlands Raffineriekapazität auf gut 42 Prozent
Am 4. Juli meldete der ukrainische Generalstab, dass die russische Ölraffinerie-Industrie durch anhaltende Angriffe auf rund 42,5 Prozent ihrer Auslegungskapazität gedrückt worden sei. Weder russische noch ukrainische Bodentruppen kamen an diesem Tag voran. Russland verbreitete laut ISW übertriebene Erfolgsmeldungen.
Critical Threats (ISW) · Kyiv Post · Al Jazeera
Prognose · Einschätzung
●Wahrscheinlich60%
Die Front bleibt weitgehend festgefahren, während Ukraine seine Schläge gegen russische Energie-Infrastruktur fortsetzt und Russlands Raffineriekapazität niedrig hält.
●Wahrscheinlich20%
Russland startet eine neue Grossoffensive und antwortet mit massiven Angriffen auf die ukrainische Energieversorgung, was die Verluste stark erhöht.
●Wahrscheinlich20%
Der Druck auf Russlands Kriegswirtschaft und wachsende Unruhe in Moskau öffnen ein Fenster für ernsthafte Verhandlungen über eine Feuerpause.
ukraine krieg
SymbolbildWirtschaft
EU-US-Zolldeal mit 15-Prozent-Deckel tritt in Kraft
Kurz vor der Frist zum 4. Juli hat die EU ihr Handelsabkommen mit den USA final gebilligt. Seit dem 1. Juli gilt für die meisten EU-Waren ein allumfassender US-Zoll von 15 Prozent, im Gegenzug entfallen EU-Zölle auf US-Industriegüter. Autos sinken von 27,5 auf 15 Prozent, während Stahl bei 50 Prozent bleibt.
Europaeische Kommission · Sullivan & Cromwell · The Daily Pioneer
Prognose · Einschätzung
●Wahrscheinlich55%
Der Deal sorgt zunächst für Planungssicherheit, doch Detailfragen und Ausnahmen wie beim Stahl bleiben Streitpunkte in der Umsetzung.
●Wahrscheinlich20%
Die USA nutzen auslaufende Rechtsgrundlagen für neue Zollrunden, wodurch der 15-Prozent-Deckel unterlaufen und der Handelsfrieden wieder brüchig wird.
●Wahrscheinlich25%
Das Abkommen stabilisiert die transatlantischen Handelsströme dauerhaft und wird zur Blaupause für weitere Deals mit anderen Handelspartnern.
USA-Handelskonflikt
SymbolbildWirtschaft
Ölpreis fällt unter 70 Dollar, Kriegsprämie schwindet
Zum Monatsbeginn Juli fiel der Brent-Spotpreis unter 70 Dollar je Barrel und damit auf das Niveau von vor dem Iran-Konflikt. Die Erholung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus liess die Kriegsprämie schmelzen. Im Juni hatte Brent noch bei durchschnittlich 85 Dollar gelegen.
The National · U.S. EIA
Prognose · Einschätzung
●Wahrscheinlich45%
Die Preise bleiben zunächst gedrückt, solange die Hormus-Schifffahrt läuft, reagieren aber nervös auf jede neue Meldung aus den Iran-Verhandlungen.
●Wahrscheinlich35%
Ein Bruch des Waffenstillstands oder ein Hormus-Zwischenfall treibt die Kriegsprämie zurück und die Ölpreise springen wieder deutlich nach oben.
●Wahrscheinlich20%
Ein dauerhaftes Abkommen sichert die offene Meerenge, die Preise stabilisieren sich niedrig und entlasten Verbraucher und Inflation.
hormus iran kriseoelmarkt
SymbolbildTechnologie
USA lockern KI-Chip-Exporte für die VAE
Die US-Regierung erklärte in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung, dass die Vereinigten Arabischen Emirate künftig leichter fortschrittliche Technologien einschliesslich KI-Halbleiter kaufen dürfen. Das Handelsministerium verwies auf Massnahmen der VAE zum Schutz sensibler US-Technologie. Zugleich zeigen Daten, dass Chinas Chip-Exporte im ersten Halbjahr fast auf das Doppelte stiegen.
Bloomberg · South China Morning Post
Prognose · Einschätzung
●Wahrscheinlich55%
Die USA lockern gezielt für verbündete Golfstaaten, halten die harten Beschränkungen gegen China aber aufrecht und nutzen Chip-Zugang weiter als Hebel.
●Wahrscheinlich20%
Über Umwege gelangen fortschrittliche Chips doch nach China, was die Exportkontrollen unterläuft und in Washington zu einer neuen Verschärfungsrunde führt.
●Wahrscheinlich25%
Klare Schutzauflagen für die VAE werden zum Modell, das legitimen KI-Handel ermöglicht und Missbrauch wirksam eindämmt.
chip exportkontrolleki boom