Widerstand gegen Paramount-Warner-Fusion: Zwölf Bundesstaaten und Autoren klagen
Gegen die geplante rund 110-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance formiert sich Widerstand: Zwölf US-Bundesstaaten und die Drehbuchautoren-Gewerkschaft klagen. Sie warnen vor einer beispiellosen Medienkonzentration.
Über den Kern berichten die Quellen einig: Ein Mega-Deal von rund 110 bis 111 Milliarden Dollar soll zwei Hollywood-Schwergewichte verschmelzen, und dagegen laufen nun Klagen von zwölf Bundesstaaten sowie der Autoren-Gewerkschaft. Die Bewertung eint die sonst gegensätzlichen Blätter ungewöhnlich stark: Sowohl das konservative Wall Street Journal und Le Figaro als auch die linksliberale Le Monde sehen die Fusion kritisch. Le Figaro betont in einer Analyse die drohende Medienkonzentration und den möglichen Einfluss Donald Trumps auf das entstehende Konglomerat. Le Monde zitiert die Autoren-Gewerkschaft, die Fusion „bedrohe die wirtschaftliche und kreative Gesundheit“ der US-Unterhaltungsindustrie. AFP hält den juristischen Vorstoß der Gewerkschaft fest. Strittig bleibt weniger, ob die Fusion die Marktmacht bündelt — das sehen alle so —, als vielmehr, ob Kartellbehörden und Gerichte sie noch stoppen oder nur mit Auflagen versehen.
Wall Street JournalLe FigaroLe MondeAFP
- Wahrscheinlich55%
Der Deal wird nach langem juristischem und kartellrechtlichem Ringen mit Auflagen genehmigt.
- Schlimmstenfalls20%
Die gebündelte Marktmacht und politische Nähe verengen die US-Medienlandschaft massiv.
- Bestenfalls25%
Gerichte oder Kartellbehörden stoppen die Fusion oder erzwingen tiefgreifende Zugeständnisse.
