Neuer Fed-Chef Warsh verspricht dem Kongress „Regimewechsel“ gegen die Inflation
Kevin Warsh hat in seiner ersten Anhörung als Vorsitzender der US-Notenbank ein Ende der hohen Inflation in Aussicht gestellt und einen „Regimewechsel“ versprochen. Konkrete Angaben, ob er dafür die Zinsen anheben würde, blieb er schuldig; Unabhängigkeit von Trump sagte er zu.
Beide Quellen schildern denselben Auftritt, gewichten ihn aber gegensätzlich. Die konservative FAZ stellt Warshs Versprechen eines „Regimewechsels“ und das In-Aussicht-Stellen niedrigerer Inflationsraten in den Vordergrund und hebt seine Beteuerung hervor, sich von Donald Trump nicht unter Druck setzen zu lassen — ein Signal der Stärke und Unabhängigkeit. Die linksliberale New York Times betont das Gegenteil: Warsh habe zwar das Bekenntnis der Fed wiederholt, die Inflation zu senken, aber offengelassen, wie — insbesondere, ob er höhere Zinsen unterstütze. Fakt ist der Amtsantritt und das rhetorische Bekenntnis zu Preisstabilität und Unabhängigkeit; strittig ist, ob hinter dem „Regimewechsel“ ein klarer Kurs steht oder vorerst nur ein Versprechen — brisant, weil zugleich der Iran-Krieg die Energiepreise und damit die Inflation neu befeuert.
- Wahrscheinlich55%
Warsh hält verbal an einem harten Anti-Inflations-Kurs und der Fed-Unabhängigkeit fest, konkrete Zinsschritte bleiben datenabhängig und vage.
- Schlimmstenfalls20%
Der Iran-bedingte Energiepreisschub zwingt Warsh früh zu einer unpopulären Zinserhöhung — oder politischer Druck untergräbt die Unabhängigkeit.
- Bestenfalls25%
Nachlassende Inflation erlaubt Warsh einen glaubwürdigen, unabhängigen Kurs mit Spielraum für Zinssenkungen.
