EU scheitert mit 21. Russland-Sanktionspaket
Das geplante 21. EU-Sanktionspaket gegen Russland wurde nicht verabschiedet. Frankreich und Italien blockierten laut Berichten ein Einreiseverbot für russische Kämpfer in der Ukraine.
Fakt ist laut beiden Quellen: Die EU hat das 21. Sanktionspaket gegen Russland nicht angenommen. Die konservative französische Le Figaro liefert die Detailerzählung: Frankreich und Italien hätten ein von rund zehn Ländern gefordertes EU-weites Einreiseverbot für russische Kämpfer torpediert, die Maßnahme sei auf später vertagt. Die liberale taiwanische Taipei Times meldet nüchtern und ohne Schuldzuweisung das Scheitern selbst. Die Blickwinkel ergänzen sich, wobei Le Figaro die innereuropäische Blockadekonstellation offenlegt, während die Taipei Times den Vorgang aus asiatischer Distanz als Zeichen europäischer Uneinigkeit registriert. Eine russische Sicht liegt in den Rohmeldungen nicht vor; strittig ist vor allem, ob die Vertagung Pragmatismus oder Schwäche der EU-Russlandpolitik markiert.
- Wahrscheinlich55%
Das Paket wird in abgeschwächter Form nach weiteren Verhandlungen doch noch verabschiedet.
- Schlimmstenfalls20%
Die Blockade verhärtet sich und legt die gemeinsame EU-Russlandpolitik dauerhaft lahm.
- Bestenfalls25%
Der Druck der Befürworterländer führt rasch zu einem tragfähigen Kompromiss samt Einreiseverbot.
