Ein starker Dollar hat asiatische Währungen in die Defensive gedrängt, und die Währungsbehörden der Region greifen auf ihre Reserven zurück, um den Kursverfall zu bremsen. Japans übliches Mittel ist die direkte Intervention, also der Kauf von Yen am Markt; ein sogenannter Rate Check, bei dem Beamte Banken nach Kursen fragen, wird gewöhnlich als Signal gewertet, dass eine Intervention bevorstehen könnte. Nikkei Asia berichtete am Donnerstag, den 30. Juli, Japan habe solche Yen-Käufe durchgeführt und die Vereinigten Staaten hätten einen Rate Check vorgenommen, wobei das Wall Street Journal anmerkte, die Operation sei nicht offiziell bestätigt worden. Indiens Zentralbank verfährt spiegelbildlich, indem sie Dollar aus ihren Reserven verkauft, um die Rupie zu stabilisieren; Bloomberg bezifferte die jüngsten Verkäufe auf etwa 7 Milliarden Dollar. Wie lange diese Abwehrmaßnahmen halten, hängt weniger von den Interventionen selbst ab als vom Dollar.