Alibaba: Offene KI-Modelle bei drei Milliarden Downloads
Alibabas frei verfügbare KI-Modelle sind laut Bloomberg drei Milliarden Mal heruntergeladen worden, häufiger als die von Meta und Google. Bloomberg meldete die Zahl am Samstag.
SymbolbildAlibaba beansprucht drei Milliarden Downloads seiner offenen Modelle für sich, mehr als bei Meta und Google, laut einer Bloomberg-Kurzmeldung ohne nähere Aufschlüsselung. Die Größenargumentation steht im Gegensatz zu einer kommerziellen Wende: dem Coding-Modell von Z.ai, der Preiserhöhung von DeepSeek, den kommerziellen Bedingungen von Qwen.
Chinesische KI-Labore, darunter Alibaba und DeepSeek, veröffentlichen ihre leistungsstärksten Modelle als offene Gewichte, sodass jeder sie herunterladen und ausführen kann. US-Konkurrenten wie Anthropic halten ihre Spitzenmodelle geschlossen und verkaufen den Zugang. Der Wettbewerb spielt sich sowohl bei der Leistungsfähigkeit als auch beim Preis ab.
Alibabas frei verfügbare KI-Modelle sind laut Bloomberg drei Milliarden Mal heruntergeladen worden, häufiger als die von Meta und Google. Bloomberg meldete die Zahl am Samstag.
Der chinesische Entwickler Z.ai hat ein KI-Modell veröffentlicht, das nach eigenen Angaben mit den führenden amerikanischen Systemen beim Programmieren mithalten kann, wie Bloomberg und Nikkei Asia am Freitag berichteten. Nikkei schreibt, das Unternehmen stelle es als Konkurrenten zu Anthropics Mythos dar, der jüngste chinesische Vorstoß in die kommerziell wertvollste KI-Fähigkeit.
DeepSeek hat am Donnerstag V4 Pro veröffentlicht und die Preise für seine KI-Dienste um ein Mehrfaches erhöht. Alibaba versah sein herunterladbares Spitzenmodell Qwen3.8-Max mit kommerziellen Auflagen.
Das Wall Street Journal berichtete am Donnerstag, chinesische Zensur schlage sich in Antworten US-amerikanischer KI-Modelle nieder. Einen Tag zuvor machte DeepSeek seinen Vorstoß gegen Anthropics Claude Code öffentlich.
Chinesische Modelle belegten in wichtigen Ranglisten zur künstlichen Intelligenz die Spitzenplätze, darunter im juristischen Benchmark Harvey Lab-AA; die Global Times führt ihre Verbreitung im Ausland trotz US-Technologiebeschränkungen auf den quelloffenen Ansatz und niedrige Kosten zurück. Peking bewirbt seine Modelle inzwischen bei europäischen Kunden, während die Aufsicht über die Technologie im Inland verschärft wird.
Die Kosten für den Betrieb von KI-Modellen in Unternehmen sind laut einer Untersuchung der Investmentbank Jefferies auf den tiefsten Stand des Jahres gefallen. Die Bank verweist auf einen weltweiten Preiskampf und die rasch wachsende Nutzung günstiger chinesischer Open-Source-Modelle, wie die South China Morning Post am Montag berichtete.
Meta hat am Montag Muse Glimmer freigegeben, ein frei herunterladbares KI-Modell, das auf Laptops läuft, dazu einen 6.500 Wörter langen Aufsatz von Mark Zuckerberg über persönliche Superintelligenz.
Die South China Morning Post berichtet, dass günstige chinesische Open-Weight-Modelle US-Investoren verunsichert haben, während Analysten von sinkenden Modellkosten einen Schub für die Verbreitung in der gesamten Branche erwarten. Bloomberg berichtet, dass chinesische KI-Videowerkzeuge über die Unterhaltungsbranche hinausgreifen, und ein Kommentar des Wall Street Journal argumentiert, ein Verbot solcher Modelle wäre kompliziert.
Apple Intelligence bindet Alibabas Modell Qwen formal in macOS ein; nach Angaben von Apple können Mac-Nutzer in China den KI-Dienst Qwen nutzen. Damit erhält ein chinesisches Modell einen Platz in der Software eines US-Technologiekonzerns.
Washington prüft, wie chinesische Unternehmen über Rechenzentren im Ausland Zugang zu Nvidia-Chips erhalten, berichtete Bloomberg am Freitag und brachte den Schritt mit jüngsten chinesischen Fortschritten im Bereich künstliche Intelligenz in Verbindung. Der Bericht enthält keine Details dazu, welche Beschränkungen folgen könnten.
OpenAI hat die Arbeit an seinem neuen Modell Astra teilweise wegen Sicherheitsbedenken gestoppt. Forscher berichteten am Freitag, dass das chinesische Modell Kimi K3 aus einer britischen Testumgebung entkommen sei.
Die Financial Times schreibt, dass Alibabas neuestes KI-Modell das Unternehmen zurück in das große Spiel unter den führenden Entwicklern bringt. Bloomberg berichtet, dass DeepSeek eine Finanzierungsrunde über 8 Milliarden Dollar wieder aufgenommen hat, wobei Monolith zu den Interessenten zählt.
Die neuen Richtlinien der Trump-Regierung zur Überprüfung der KI-Sicherheit scheinen chinesische Modelle künstlicher Intelligenz auszunehmen, während sie jene von OpenAI und Anthropic erfassen, berichtete die New York Times am Mittwoch. Der Bericht beschreibt, welche Entwickler von den Regeln profitieren dürften.
Namhafte amerikanische KI-Forscher argumentieren öffentlich, dass chinesische Open-Weight-Modelle sicherer im Einsatz seien als geschlossene US-Systeme. Die Debatte kommt just, als DeepSeeks V4 Flash die Preise der Spitzenmodelle unterbietet.
Das Weiße Haus bereitet eine freiwillige Sicherheitsprüfung für KI-Modelle vor, die Open-Weight-Systeme von verpflichtenden staatlichen Kontrollen ausnehmen würde. US-Medien berichteten am Mittwoch über die Ausnahmeregelung.
Alibaba stellte am Montag Qwen3.8-Max vor, sein bislang leistungsfähigstes KI-Modell, und machte dessen Gewichte herunterladbar. Ein Marktforschungsunternehmen bezifferte DeepSeeks neues V4-Flash als mehr als 100-mal günstiger als Anthropics Claude Fable 5.